Hermentingen

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Ortsvorsteher: Peter Knaus

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72519 Veringenstadt OT Hermentingen

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Hermentingen

Historisches

Eine weilerförmige Häusergruppe als erste Dorfform ist wahrscheinlich die Urform des Ortes Hermentingen. Als die Christianisierung um 590 n. Chr. mit St. Gallus und dessen Begleiter St. Columban in Deutschland entscheidende Impulse erhielt, wurde das kleine Dorf Hermentingen wenige Jahrzehnte danach in die Glaubensbotschaft einbezogen. Die erste offizielle Nennung von Hermentingen erfolgte zwar erst 1138 n. Chr. was mehr dem urkundlichen Zufall entspricht und weniger das Siedlungsalter bestimmt.

 

Ackerbau und Viehzucht waren die Lebensgrundlagen. Der natürliche Wasserreichtum ergänzte den Nahrungsraum. Die Realteilung hat sich schon früh durchgesetzt. Die Fluren wurden immer mehr in viele kleine Grundstücke aufgeteilt, so dass jede bäuerliche Familie in allen Richtungen Flurstücke hatte. Diese Realteilung hatte anfänglich durchaus Vorteile. Sie machte es möglich, dass mehr Familien im Dorf Nahrung fanden.

 

In all den Jahrhunderten war das kleine Dorf einer Herrschaft untertan. Leibeigenschaft war nicht immer so nachteilig, wie es vielfach dargestellt wird. Oftmals wurden bei Güterverleihung die Eigenleute bevorzugt. Vom 16. Jahrhundert an versuchten vor allem die kleineren Herrschaften eine Lokalleibeigenschaft zu begründen, was eine strengere Form der Abhängigkeit zur Folge hatte. Daraus entwickelten sich immer wieder Spannungen zwischen den Dorfbewohnern und der Herrschaft. Sie wurden dann ins Unerträgliche gesteigert, wenn Frondienste zu jeder Jahreszeit über das Maß geleistet werden mussten. Diese harten Auflagen lösten um 1500 die Bauernaufstände aus.

 

Im 17. Jahrhundert oblag dann in unterschiedlicher Ausformung die Erstellung des Gemeindehaushaltes und die steuerliche Veranlagung einem Bürgermeister. Nicht nur das kleine Dorf Hermentingen, sondern auch viele größere Dörfer konnten nach der bäuerlichen und bürgerlichen Befreiung um 1848 erstmals gemeinschaftliches Leben und Vereinstätigkeit entfalten. Auch in Hermentingen fanden die Initiativen von Raiffeisen u.a. Widerhall. Das kleine Dorf Hermentingen blieb in all den Jahrhunderten ausschließlich bäuerlich geprägt. Zwar gingen einzelne Personen auswärts zur Arbeit, aber dies änderte sich grundlegend erst in den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg. Der wirtschaftliche Aufstieg, landwirtschaftlicher Strukturwandel und die begleitende Bildungsreform veränderten die Struktur der Dorfbevölkerung.

 

Heute gibt es in Hermentingen nur noch wenige landwirtschaftliche Betriebe. Hermentingen hat sich zu einem Wohndorf entwickelt. Die Dorfbewohner haben in den vergangenen Jahrzehnten eine neue Identität gesucht und gefunden. Der Besucher des Dorfes kann dies mitempfinden. Hermentingen ist durch seine Lage und Sehenswürdigkeiten bei vielen Wanderern, Gästen und bei den Einheimischen selbst sehr beliebt.

 

Durch die Erschließung eines Neubaugebietes im Tal der Lauchert sind attraktive Bauplätze zu günstigen Konditionen, voll erschlossen und vernünftigen Größen vorhanden. Dadurch kommt man ohne Steigungen zu den nahegelegenen Nachbarorten. Bahnhof und Bushaltestellen sind ebenfalls vorhanden, so dass man auch ohne Auto mobil ist. Die Schülerbeförderung ist bestens organisiert. Viele attraktive Ausflugsziele wie Bodensee, Schwarzwald, Allgäu und der Großraum Stuttgart sind schnell zu erreichen. Anschlüsse für Kabel-BW und DSL sind ebenfalls vorhanden.